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Taupunktrechner — Schimmelrisiko an Ihrer Wand berechnen

Berechnen Sie den Taupunkt in Ihrem Raum und prüfen Sie, ob Kondensation und damit Schimmelgefahr an der Wand besteht. Kostenlos, sofort, basierend auf der Magnus-Formel.

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und Wasserdampf zu kondensieren beginnt. In Wohnräumen bedeutet das: Wenn eine Wandoberfläche kälter ist als der Taupunkt der Raumluft, bildet sich dort Kondenswasser — die häufigste physikalische Ursache für Schimmelbildung. Dieser Rechner berechnet den Taupunkt nach der Magnus-Formel (Konstanten nach Alduchov & Eskridge, 1996) und bewertet das Schimmelrisiko nach DIN 4108-2 (kritischer Grenzwert: Wandtemperatur weniger als 3 °C über dem Taupunkt).

Taupunkt berechnen

Aktuelle Temperatur im Raum (typisch: 18–23 °C)
20.0 °C
Messbar mit einem Hygrometer (typisch: 40–65 %)
55 %
Außenwand: ca. 2–5 °C kälter als Raumtemperatur. Innenwand: fast gleich.
16.0 °C

Taupunkt
Abstand Wand → Taupunkt
Kein Risiko Leicht erhöht Erhöht Kritisch

Was ist der Taupunkt — und warum ist er entscheidend für Schimmel?

Der Taupunkt (auch Taupunkttemperatur genannt) ist die Temperatur, bei der die Luft ihre maximal mögliche Feuchtigkeit erreicht und Wasserdampf zu kondensieren beginnt. In Wohnräumen bedeutet das: Wenn eine Wandoberfläche kälter ist als der Taupunkt der Raumluft, bildet sich dort Kondenswasser — die häufigste Ursache für Schimmelbildung.

Der Taupunkt hängt von zwei Faktoren ab: der Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit. Je höher die Feuchtigkeit, desto höher der Taupunkt — und desto eher kondensiert Wasser an kühlen Oberflächen. Bei 20 °C Raumtemperatur und 55 % Luftfeuchtigkeit liegt der Taupunkt bei ca. 10,7 °C. Jede Wandfläche, die kälter ist, wird feucht.

Die Magnus-Formel: So wird der Taupunkt berechnet

Dieser Rechner verwendet die Magnus-Formel, die auch in der Bauphysik und Klimatechnik als Standardverfahren gilt:

α(T, RH) = (a × T) / (b + T) + ln(RH / 100)
Taupunkt = (b × α) / (a − α)

Dabei: a = 17,625 · b = 243,04 °C · T = Lufttemperatur in °C · RH = relative Luftfeuchtigkeit in %

Die Konstanten a und b stammen aus der August-Roche-Magnus-Näherung und liefern im Temperaturbereich von −40 °C bis +50 °C Ergebnisse mit einer Genauigkeit von ± 0,4 °C — ausreichend für die Bewertung von Schimmelrisiken in Wohnräumen.

Warum reicht der Taupunkt allein nicht?

Der Taupunkt zeigt, wann Wasser kondensiert. Aber Schimmelpilze brauchen keine sichtbare Nässe — sie wachsen bereits ab einer relativen Oberflächenfeuchte von ca. 80 %. Das entspricht einer Wandtemperatur, die nur etwa 3 °C über dem Taupunkt liegt. Deshalb gilt nach DIN 4108-2:

Faustregel: Wandtemperatur > Taupunkt + 3 °C → kein Schimmelrisiko
Wandtemperatur zwischen Taupunkt und Taupunkt + 3 °C → erhöhtes Risiko
Wandtemperatur < Taupunkt → Kondensation, akute Schimmelgefahr

Genau diese Bewertung liefert unser Rechner oben — als Ampelsystem (Grün/Gelb/Rot) mit konkreter Erklärung.

Typische Werte in deutschen Wohnungen

Eine gut gedämmte Außenwand hat eine Oberflächentemperatur von ca. 17–19 °C bei 20 °C Raumtemperatur. Eine ungedämmte Außenwand im Altbau kann auf 10–13 °C fallen — je nach Baujahr, Wandstärke und Außentemperatur. Fensterlaibungen und Gebäudeecken sind typische Wärmebrücken, an denen die Temperatur noch niedriger ist.

Wenn Sie Ihren Taupunkt berechnet haben und das Ergebnis Gelb oder Rot zeigt, lohnt sich eine genauere Analyse. SchimmelCheck Pro berücksichtigt zusätzlich Gebäudedaten, Standort-Klimadaten und Fotos der betroffenen Stelle — und liefert ein präziseres Ergebnis als ein reiner Taupunktrechner.

Vertiefende Hintergründe zur Bauphysik lesen Sie im Artikel Taupunkt, Luftfeuchtigkeit und Schimmel verstehen. Und wenn Sie als Mieter Schimmel in der Wohnung haben, hilft der Ratgeber Schimmel in der Mietwohnung — was tun? bei den nächsten Schritten.

Häufige Fragen

Fragen zum Taupunkt und Schimmelrisiko

Was ist der Taupunkt?

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und Wasserdampf kondensiert. Wenn eine Wandoberfläche kälter ist als der Taupunkt der Raumluft, bildet sich dort Kondenswasser — die häufigste Ursache für Schimmelbildung in Wohnräumen.

Wie messe ich die Wandoberflächentemperatur?

Am genauesten mit einem Infrarot-Thermometer (ab ca. 20 € erhältlich). Richten Sie es auf die betroffene Wandstelle und lesen Sie den Wert ab. Alternativ: Bei einer ungedämmten Außenwand können Sie als Faustregel 3–5 °C unter der Raumtemperatur ansetzen. Bei gedämmten Wänden nur 1–2 °C.

Ab wann schimmelt eine Wand?

Schimmelpilze wachsen ab ca. 80 % relativer Oberflächenfeuchte — das ist bereits erreicht, wenn die Wandtemperatur nur 3 °C über dem Taupunkt liegt. Sichtbare Kondensation (Tropfen, nasse Stellen) entsteht, wenn die Wandtemperatur den Taupunkt unterschreitet.

Was ist eine normale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen?

40–60 % relative Luftfeuchtigkeit gelten als optimal. Unter 40 % wird die Luft trocken, über 60 % steigt das Schimmelrisiko — besonders an kalten Außenwänden. In Badezimmern und Küchen ist die Feuchtigkeit temporär höher.

Reicht der Taupunktrechner, um Schimmel zu vermeiden?

Der Rechner zeigt Ihnen das Risiko — aber er berücksichtigt keine Gebäudedaten, Standort-Klimadaten oder Fotos. Für eine fundierte Ursachenanalyse (Baumangel oder Nutzungsverhalten?) ist die SchimmelCheck Einzelanalyse die bessere Wahl.

Taupunkt ist nur der Anfang

Für eine vollständige Ursachenanalyse — mit Klimadaten, Bildauswertung und PDF-Report — gibt es SchimmelCheck Pro.

Vollständige Analyse — 24,90 €

Auch nützlich: Lüftungsrechner — Bringt Lüften gerade etwas?